Haltung zeigen. Für Wiesenbach.

Wiesenbach lebt vom Miteinander und von klaren Entscheidungen. Im Gemeinderat geht es um konkrete Vorhaben: Bauprojekte, Energiefragen, Mobilität, Natur- und Hochwasserschutz, soziale Angebote oder die Weiterentwicklung unseres Ortskerns. Zu all diesen Themen beziehen wir als Grüne in Wiesenbach Position. Transparent. Begründet. Und immer mit dem Blick darauf, was unserem Ort langfristig guttut.

Wir sind nicht dafür da, reflexhaft Ja oder Nein zu sagen. Wir prüfen Vorhaben, wägen ab und machen unsere Haltung nachvollziehbar. Manches unterstützen wir ausdrücklich, weil es Wiesenbach stärker, nachhaltiger oder sozialer macht. Bei anderem sehen wir Chancen und Risiken zugleich – hier schauen wir genau hin und knüpfen unsere Zustimmung an klare Bedingungen. Und es gibt Punkte, bei denen wir bewusst sagen: So nicht. Wenn Ressourcen verschwendet werden, Flächen unnötig versiegelt oder langfristige Kosten ausgeblendet werden, sprechen wir das offen aus.

Auf dieser Seite findet ihr unsere Haltung zu konkreten Vorgängen im Ort – geordnet nach:

Dafür – was wir aktiv unterstützen

Edeka in Wiesenbach: Standort sichern – bevor er weg ist
Blühende Wiesenbach mit Pflanzen und Blumen vor einem Supermarkt.

Der Edeka ist für Wiesenbach mehr als „ein Laden“: Er ist Nahversorgung im Alltag, kurze Wege, Versorgung für ältere Menschen und Familien – und ein Stück Ortskern-Lebensqualität. Im Grünen Boten stellen wir dar, dass der Markt mindestens bis Ende 2026 erhalten bleiben soll – möglicherweise länger, wenn wir den Standort durch Einkauf dort unterstützen. Gleichzeitig wird offen benannt, dass der Edeka an Attraktivität verloren hat (u. a. durch Schließung der Frischetheke und Bäckerei). Das ist unbequem, aber ehrlich: Wenn zu viele sagen „ich geh halt woanders hin“, haben wir am Ende gar keinen großen Nahversorger mehr im Ort. Unsere Position ist daher klar: Wir wollen den Standort halten – und wir wollen, dass er wieder besser wird (Angebot, Qualität, Frequenz).

Grüne Wiesen und Felder in Wiesenbach, nachhaltige Landwirtschaft.

Wenn Wiesenbach langfristig bezahlbare, saubere Energie will, führt an lokalen Erneuerbaren kein Weg vorbei – nicht als Symbol, sondern als Infrastruktur. Im Grünen Boten beschreiben wir, dass der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) grünes Licht für Windkraft und PV am Kühberg gegeben hat und damit die weitere Planung möglich wird. Genau das ist der richtige Schritt: Projekte nicht zerreden, sondern strukturiert planen – mit klaren Kriterien für Natur- und Artenschutz, Abstand/Schall, transparenten Gutachten und echter Information im Ort. Wir wollen, dass Wiesenbach die Energiewende nicht nur „gut findet“, sondern sie messbar voranbringt: mehr lokal erzeugter Strom, mehr Unabhängigkeit, bessere Planbarkeit für Haushalte und Kommune.

Überfluteter Wiesenbach mit Feuerwehr im Einsatz.
KI-generierte Visualisierung

Starkregen und Hochwasser sind kein theoretisches Zukunftsthema. Sie treffen Kommunen real, teuer und plötzlich. Im Grünen Boten erklären wir, dass für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen der notwendige Grundstückserwerb durch die Gemeinde fast abgeschlossen ist. Das klingt technisch, ist aber entscheidend: Ohne Flächen keine Rückhaltung, ohne Rückhaltung steigt der Schaden im Ernstfall. Unsere Haltung ist klar: Hochwasserschutz ist Daseinsvorsorge – wie Feuerwehr oder Trinkwasser. Wir unterstützen, dass Wiesenbach hier konsequent vorangeht: Maßnahmen, die Wasser im Ereignisfall bremsen/lenken, Risiken transparent machen und Prioritäten so setzen, dass Schutz nicht erst nach der nächsten Überschwemmung „plötzlich wichtig“ wird.

Alltagssicherheit entsteht oft durch einfache Dinge: ein Weg, der es Kindern, Jugendlichen und allen Radfahrenden ermöglicht, ohne Stress ans Ziel zu kommen. Im Gemeinderatsbericht wird genannt, dass das Regierungspräsidium mitgeteilt hat, der Bau des Radwegs zwischen Sportplatz und HRB (Hochwasserrückhaltebecken) werde voraussichtlich 2026 beginnen. Das ist genau die Art Projekt, die Wiesenbach konkret voranbringt: weniger Konflikte auf der Straße, mehr sichere Bewegung – und damit mehr Lebensqualität. Unsere Position: Das Vorhaben braucht eine saubere Ausführung (Sicherheit, Querungen, Beleuchtung wo sinnvoll) und nachvollziehbare Kommunikation, damit klar ist, was gebaut wird und warum.

Nicht jede*r in Wiesenbach kann oder will komplett ohne Auto leben. Aber viele würden gern weniger Auto besitzen, wenn es verlässliche Alternativen gibt. Im Grünen Boten kündigen wir an, dass die Firma Deer am Park-&-Mitnahmeplatz (P+M) eine Station für ein E-Carsharing-Angebot mit einem Fahrzeug und zwei Lademöglichkeiten errichten wird. Das ist kein „Nice-to-have“, sondern ein praktischer Hebel: Wer nur gelegentlich ein Auto braucht (großer Einkauf, Arzttermin, Besuch), kann Carsharing nutzen statt dauerhaft einen Zweitwagen zu finanzieren. Unsere Haltung: Wir unterstützen das ausdrücklich – weil es für Familien, Pendelnde und Ältere echte Flexibilität schafft, ohne mehr Verkehr zu erzeugen.

Haltung für Wiesenbach: Engagement für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz in der Gemeinde.
KI-generierte Visualisierung

Elektromobilität findet statt, ob man sie mag oder nicht. Entscheidend ist, ob Wiesenbach Infrastruktur so gestaltet, dass sie dem Ort nützt (und nicht nur „irgendwo rumsteht“). Im Grünen Boten wird ein Angebot erwähnt: der kostenfreie Bau einer Ladesäule am Rathausplatz. Das kann sinnvoll sein – für Besucher*innen, für Menschen ohne eigene Wallbox, perspektivisch auch für kommunale Fahrzeuge. Unsere Haltung: Ja, solche Infrastruktur ist richtig, wenn sie gut platziert, fair nutzbar und in ein Gesamtbild eingebettet ist (z. B. mit Carsharing, Radverleih, ÖPNV-Anschluss). Dann wird aus „E-Ladesäule“ ein Baustein, der den Alltag erleichtert statt nur Debatten auszulösen.

KI-generierte Visualisierung

Viele Wege im Ort sind kurz und trotzdem wird oft das Auto genommen, weil „mal schnell“ sonst umständlich ist. Genau hier setzt ein Leihfahrrad-System an. In unserem Grünen Boten berichten wir, dass Wiesenbach im Februar etwa acht Nextbike-Leihfahrräder am Rathausplatz bereitstellt – kostenlos. Das ist ein starker, niedrigschwelliger Schritt: Ihr könnt spontan zum Termin, zum Einkauf oder zur Verabredung radeln, ohne eigenes Rad dabeizuhaben. Unsere Haltung: Solche Angebote sind keine Spielerei, sondern Infrastruktur für Alltag und Klima – vor allem, wenn sie gepflegt, sichtbar und zuverlässig sind. Dann verändert sich Mobilität nicht per Appell, sondern durch echte Bequemlichkeit.

KI-generierte Visualisierung

Ein lebenswerter Ort entsteht nicht nur durch Bauprojekte, sondern durch Angebote, die Menschen verbinden. Im Grünen Boten berichten wir, dass der Mittagstisch für Senior*innen mittwochs in der Schulmensa sehr gut angenommen wird: 30–40 Personen, viel Lob für Qualität, Preis durch Förderung bei 5,70 € (Nachtisch +0,50 €), Auswahl zwischen vegetarisch und Fleisch. Bezahlt wird per App oder über Essensbons (Bürgerbüro oder Mensa), und es haben sich sogar Fahrgemeinschaften gebildet. Unsere Haltung: Genau so sieht soziale Infrastruktur aus, die im Alltag funktioniert – niedrigschwellig, bezahlbar, mit Begegnung. Wir unterstützen, dass Wiesenbach solche Angebote stärkt und weiterentwickelt.

Ein funktionierender Bauhof ist für Wiesenbach Voraussetzung, dass der Ort gepflegt, sicher und handlungsfähig bleibt. Im Grünen Boten werden die Zustände klar benannt: Die Verhältnisse im jetzigen Bauhof im Bürgerhaus sind sehr beengt und auch hinsichtlich Sanitäranlagen dringend zu verändern – ein Neubau wird notwendig. Außerdem ist der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan hinter dem Feuerwehrgerätehaus bereits gefasst. Unsere Haltung: Das ist ein Pflichtprojekt – aber eines, das man klug lösen muss (Flächenverbrauch minimieren, Abläufe verbessern, gute Arbeitsbedingungen schaffen, Kosten sauber begründen).

Viele wollen Photovoltaik, haben aber zu viele offene Fragen: Lohnt es sich? Was geht als Mieterin? Welche Anlage passt? Im Grünen Boten 2024 beschreiben wir, dass sich Wiesenbacherinnen in der Initiative „100% Wiesenbach“ zu Bürgersolarberatern ausbilden lassen; auch wir Grüne sind beteiligt (u. a. Markus Bühler und Matthias Kliche). Der entscheidende Punkt: Diese Beratung ist unabhängig von Firmen und Herstellern – also näher an dem, was Menschen wirklich brauchen: Orientierung, Klarheit, echte Rechenbeispiele. Unsere Haltung: Das ist genau der richtige lokale Hebel – weil Klimaschutz in Wiesenbach dann nicht als Moralthema daherkommt, sondern als Machbarkeit im Alltag.

KI-generierte Visualisierung

Wiesenbach ist ländlich – aber das darf nicht heißen „ohne Auto geht nichts“. Im Grünen Boten 2024 greifen wir die ÖPNV-Mobilitätsgarantie der Landesregierung auf (perspektivisch mindestens alle 30 Minuten) und gleichzeitig sagen wir ehrlich: flächendeckend wird das wohl erst ab 2030 kommen. Deshalb wird ein konkreter Schritt genannt: möglichst bald den 35er Bus nach Heidelberg an Wiesenbach anbinden – mit dem Vorteil, nachmittags ohne Umsteigen nach Heidelberg zu kommen. Zusätzlich wird der 30-Minuten-Takt der Linie 754 Richtung Lobbach als Ziel formuliert. Unsere Haltung: Genau so muss man ÖPNV verbessern – konkret, priorisiert, alltagstauglich.

Neutral – wo wir abwägen und Bedingungen formulieren

Aldi-Süd: Abriss & Neubau – Nahversorgung ja, Ressourcenverschwendung nein

Ein größerer Aldi-Süd mit integriertem Bäcker klingt erst mal nach „praktisch“ – gerade für alle, die schnell einkaufen müssen. Laut Gemeinderatsbericht soll dafür aber das bestehende Gebäude abgerissen und neu gebaut werden; auch wenn der Parkplatz etwas kleiner wird, bleibt der große Hebel der Abriss selbst. Dabei entsteht viel Betonabfall, und neuer Zement verursacht hohe CO₂-Emissionen. Genau diese Gesamtbilanz entscheidet, ob ein solches Projekt wirklich zeitgemäß ist. Unsere Haltung: Wenn Erweiterung/Modernisierung möglich ist, muss Abriss begründet werden – inklusive sauberer Klimabilanz, Wiederverwendung von Materialien und maximaler Energieeffizienz (z. B. PV auf dem Dach, Wärmekonzept, Begrünung).

Dagegen – wo wir klar widersprechen

Keine weiteren Neubaugebiete „auf der grünen Wiese“
KI-generierte Visualisierung

Wiesenbach soll sich entwickeln – aber nicht durch immer neue Baugebiete am Ortsrand, die Landschaft zerschneiden und langfristige Folgekosten erzeugen. Unsere Linie ist klar: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Das heißt: bestehende Flächen im Ortskern besser nutzen, Leerstand aktivieren, behutsam nachverdichten – statt weitere Zersiedlung. Gleichzeitig gilt: Wo gebaut wird, muss es sozial und ökologisch verantwortungsvoll passieren, damit der Ort lebendig bleibt und nicht ausfranst.

Wenn „Abriss und Neubau“ nur deshalb als wirtschaftlicher dargestellt werden, weil CO₂, Betonabfall und Folgekosten ausgeblendet werden, ist das keine zukunftsfeste Entscheidung. Wir halten diese Logik für problematisch – weil sie Ressourcen vernichtet und Emissionen verursacht, die wir uns eigentlich sparen müssen. Umbau, Anbau, Sanierung und Wiederverwendung müssen zuerst geprüft werden – inklusive ehrlicher Gesamtbilanz. Neubau kann sinnvoll sein, aber nur, wenn er wirklich alternativlos ist und dann konsequent klimafest umgesetzt wird (Energie, Materialien, Begrünung).

KI-generierte Visualisierung

Wir sprechen uns klar gegen Glyphosat und den breiten Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide aus – weil es um Gesundheitsvorsorge, Umwelt- und Artenschutz geht. Unser Anspruch ist: Vorsorgeprinzip ernst nehmen und schädliche Stoffe dort beenden, wo wir direkten Einfluss haben. Konkret heißt das auch kommunal: pestizidfreie Pflege öffentlicher Flächen, klare Vorgaben für beauftragte Dienstleister und bei verpachteten kommunalen Flächen ein Pestizidverbot im Pachtvertrag verankern. Das schützt Böden, Wasser, Insekten – und macht Wiesenbach langfristig robuster.

Wir übernehmen die Erzählung von „nachhaltigem Palmöl“ nicht einfach, wenn Realität und Kontrolle nicht zusammenpassen. Die Folgen – Urwaldverlust, Artensterben, Belastung von Wasser und Böden – stehen in keinem Verhältnis zu einem „billigen“ Inhaltsstoff. Deshalb ist unsere Haltung klar: Palmöl, wie es heute in vielen Lieferketten entsteht, ist nicht unser Weg.
Stattdessen setzen wir auf Aufklärung und Alternativen: palmölfreier Einkauf, frische Zutaten, Kochen und Backen mit heimischen Ölen – und Wissen im Ort weitergeben.

Wenn ein Verfahren den Ort spaltet und der gesellschaftliche Frieden leidet, ist das kein tragfähiger Weg – selbst wenn einzelne ökologische Ziele sinnvoll sein können. Im Grünen Boten 2016 führen wir genau das als Grund an, warum die grüne Fraktion im Gemeinderat einem Flurneuordnungsverfahren nicht zugestimmt hat. Unsere Haltung dahinter ist: Große Eingriffe im Außenbereich brauchen Akzeptanz, Transparenz und belastbare Alternativen, sonst verlieren alle.
Stattdessen setzen wir auf kooperative Lösungen (z. B. freiwillige Zusammenschlüsse/Modelle) und konkrete Maßnahmen, die Natur und Landschaft stärken, ohne den Ort zu zerreißen.

Demokratie beginnt hier. Und sie bleibt nur stark, wenn wir sie gemeinsam schützen.

Mitglied werden

Wenn du dich regelmäßig einbringen und Verantwortung übernehmen möchtest, kannst du Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden.

Die Anmeldung erfolgt zentral über die Bundesebene. Nach deiner Registrierung wird deine Mitgliedschaft automatisch unserem Ortsverband in Wiesenbach zugeordnet. Wir melden uns dann persönlich bei dir und laden dich zu einem Treffen ein.

Du gehst also keinen anonymen Weg – wir freuen uns, dich hier vor Ort kennenzulernen.

Was passiert nach der Anmeldung?

  • Du füllst das Online-Formular auf gruene.de aus.
  • Bitte wähle im Formular bei Kreisverband „Odenwald-Kraichgau“
  • Deine Anfrage wird deinem Wohnort zugeordnet.
  • Wir erhalten deine Kontaktdaten vom Bundesverband.
  • Wir melden uns zeitnah bei dir.


Du kannst natürlich jederzeit vorab mit uns sprechen oder erst einmal ein Treffen besuchen.