Manchmal sind Gemeinderatssitzungen wie ein Blick hinter die Kulissen: weniger große Schlagzeilen, dafür Entscheidungen, die Wiesenbach langfristig prägen. In der 10. Sitzung war genau das der Fall – und es ging um drei Punkte, die aus grüner Sicht wirklich relevant sind: Sicherheit, Klimaschutz im Alltag und vernünftige Investitionen.
1) Rückenwind für die Feuerwehr – wenn Engagement im Ort sichtbar wird
Wiesenbach hat eine zweckgebundene Spende in Höhe von 32.425 Euro angenommen – gesammelt über eine Crowdfunding-Aktion des Fördervereins Feuer & Flamme e.V.. Hintergrund: Eine erwartete Landesförderung (22.000 Euro) wurde nicht bewilligt, die Lücke wurde durch die Aktion geschlossen. Der Gemeinderat hat die Spende einstimmig angenommen.
Unser Blick darauf: Das ist gelebter Zusammenhalt. Wenn Menschen im Ort Verantwortung übernehmen, verdient das Respekt – und eine Verwaltung, die solche Initiativen transparent und sauber abwickelt.
2) Wärme in Wiesenbach: lieber konkrete Schritte als Papier produzieren
Beim Tagesordnungspunkt „Machbarkeitsstudie Nahwärmenetz“ wurde es spannend: Ursprünglich stand zur Diskussion, eine Studie zu beauftragen. In der Sitzung wurde jedoch ein geänderter Antrag beschlossen: Die Studie wird nicht beauftragt. Stattdessen sollen die im Haushalt 2026 vorgesehenen Mittel genutzt werden, um die Heizungsanlage einer gemeindeeigenen Liegenschaft auf erneuerbare Energien umzustellen. Der Beschluss wurde bei 1 Enthaltung angenommen.
Unsere Haltung: Wir sind für Lösungen, die schnell wirken und messbar sind. Bevor wir viel Geld in Gutachten stecken, ist es sinnvoll, an konkreten Stellen zu zeigen: Erneuerbare Wärme funktioniert auch hier. Das schafft Erfahrung, Akzeptanz und eine Basis, auf der man später größere Schritte (wie ein Nahwärmenetz) realistischer planen kann.
3) Sportstätten energetisch sanieren: Klimaschutz, der allen nutzt
Die Sportstätten sind ein Ort, den viele von euch direkt nutzen – Vereine, Familien, Kinder. Genau deshalb ist der Beschluss zur energetischen Sanierung der Sportstätten so wichtig. Der Gemeinderat hat beschlossen, ein Planungsbüro zu beauftragen, um die nötigen Schritte zu planen. Außerdem soll geprüft werden, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche Fördermittel genutzt werden können. Der Beschluss fiel einstimmig.
Unser Standpunkt: Dafür sind wir klar. Energetische Sanierung heißt: weniger Energieverlust, niedrigere Betriebskosten, mehr Komfort – und eine Infrastruktur, die auch in 10–20 Jahren noch passt. Das ist kommunaler Klimaschutz, der nicht belehrt, sondern den Alltag besser macht.
4) Verwaltung modernisieren: EDV erneuern – mit Augenmaß
Auch die Neubeschaffung der EDV wurde beschlossen – inklusive Server, Firewalls, Storage und weiterer Komponenten. Ziel ist, die handlungsfähig zu bleiben und IT-Sicherheit zu gewährleisten. Der Beschluss fiel einstimmig.
Grüner Blick: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Aber eine funktionierende, sichere Verwaltung ist Grundvoraussetzung dafür, dass Anträge schneller gehen, Kommunikation besser läuft und am Ende weniger Zeit für Bürokratie draufgeht.